Kämpfer
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Wie wir kämpfen?
Gute Frage! Aber nicht ganz einfach zu beantworten. Im Vordergrund steht das freie Kämpfen, bei dem zwei (oder, wenn alle beim Training sind!) auch mehrere Leute gegeneinander antreten. Oberste Priorität hat hierbei natürlich die Sicherheit. Wer schon einmal von einem Schaukampfschwert an einer ungeschützten Stelle getroffen wurde, weiß genau, was Rüstung wirklich wert ist. Ziel des freien Kämpfens ist, Reflexe, Ausdauer und Koordination zu schulen und die Kämpfer auf Wettkämpfe vorzubereiten. Freies Kämpfen gibt es bei uns in zwei Klassen: Als Stockkampf (hier stehen Geschwindigkeit und Reaktionsvermögen im Vordergrund) und als Schwertkampf mit Schaukampfwaffen (hier wird Koordination und Ausdauer geübt).
Vor dem eigentlichen Kämpfen wird in jeder Trainingseinheit ein intensives Technik- / Aufwärmtraining absolviert, bei dem Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit zusammen mit grundlegenden Techniken geübt wird. Darauf folgt eine Technikphase, in der bestimmte Techniken und Abläufe intensiv in Partnerübung trainiert werden.
Danach ist es soweit: Die Kämpfer legen ihre Rüstung an (mindestens aber Handschutz und Helm! Ohne diese beiden Komponenten geht bei uns niemand in den Ring!) und das freie Kämpfen beginnt. Als Waffen werden bei uns benutzt: Der Anderthalbhänder (das „klassische“ hochmittelalterliche Schlachtschwert), das Einhandschwert (in Kombination mit Schild), Daneaxt und Kampfaxt (auch wieder mit Schild). Sollte sich ein Schaukampfinteressierter finden, der mit Speer kämpft – komm vorbei!
Die Regeln, die bei uns für das freie Kämpfen gelten, sind einfach: Es wird Semikontakt gekämpft (d.h.: Schläge werden ins Ziel gebracht, aber nicht durchgezogen!), erlaubte Trefferzone ist der ganze Körper mit Ausnahme von Kopf und Händen. Stiche, vor allem solche zum Gesicht, sind strikt verboten! Wir haben uns hierbei am sog. Codex Belli und den Regeln des Huscarl orientiert.
Aber, bei allem Reden von Sicherheit, Regeln, und Training – eines ist oberstes Ziel bei uns: Schwertkampf macht Spaß! Und da es so bleiben soll, gilt: Sicherheit ist immer das oberste Gebot!